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Leistungssysteme im Trockenbau

Eine Leistung mit Aufbau und Stückliste: daraus rechnet NexDeck Platten, Profile und Dämmung je m² — im Angebot, im Kalkulationsblatt und am Aufmaß.

Leistungssysteme im Trockenbau

Ein Leistungssystem ist eine Leistung aus Ihrem Katalog — etwa „Metallständerwand, beidseitig zweilagig" — mit zwei Ergänzungen:

  • dem Aufbau: Bauteil, beplankte Seiten, Lagen je Seite, Ständerabstand, Dämmung ja/nein,
  • und einer Stückliste (siehe Hilfeartikel „Katalog“).

Aus beidem rechnet NexDeck, wie viel Platte, Profil und Dämmung ein Quadratmeter Wand braucht.

Was gerechnet wird — und was nicht

Gerechnet wird nur aus dem Aufbau:

  • Plattenfläche = Fläche × Seiten × Lagen. Beidseitig zweilagig ergibt 4 m² Platte je m² Wand.
  • Ständerprofil = Fläche ÷ Ständerabstand. Bei 62,5 cm sind das 1,6 lfm je m².
  • Anschlussprofil an Boden und Decke = Fläche × 2 ÷ Wandhöhe. Das geht nur mit einer gemessenen Wandhöhe. Fehlt sie, bleibt das Feld leer — NexDeck setzt keine Ersatzhöhe ein.
  • Dämmung = Fläche, wenn der Aufbau „mit Dämmung" ist.

Wie viele Platten oder Profilstangen daraus werden, hängt an Ihren Artikeln. Tragen Sie am Material die Ergiebigkeit ein — etwa „Stk/m²" für eine Platte (bei 2,5 m² je Platte 0,4) oder „Stk/lfm" für ein Profil (bei 3 m je Stange 0,33). Alternativ steht ein Verbrauch an der Komponente; er zählt in der Verkaufseinheit des Materials (also Stück, nicht m²). Steht beides nicht da, erscheint die Lücke „Verbrauch fehlt" — NexDeck rechnet dann nicht still mit einem Stück je m². Gebinde und Verschnitt kommen ebenfalls vom Material bzw. der Komponente. Schrauben, Spachtel, Abhänger und andere Kleinteile rechnet NexDeck nur, wenn Sie einen Verbrauch hinterlegen. Fehlt ein Wert, erscheint er als Lücke mit Namen — geschätzt wird nie.

Die Abrechnungsregeln für das Aufmaß selbst (Übermessen, Abzüge) stecken im Aufmaß, nicht hier: das System bekommt die Fläche, die das Aufmaß liefert.

Ein System anlegen

  1. Öffnen Sie unter CRM → Katalog eine Leistung (Einheit m²).
  2. Im Abschnitt Leistungssystem (Trockenbau) klicken Sie auf Als System führen und tragen den Aufbau ein.
  3. Wählen Sie optional einen Stundensatz-Artikel — etwa Ihre „Trockenbaustunde". Dessen Preis ist der Stundensatz im Kalkulationsblatt.
  4. Legen Sie in der Stückliste die Komponenten an, zum Beispiel „Beplankung" mit der Geometrie „Trockenbau: Plattenfläche" und Ihrem Plattenartikel.

Beispielsysteme: Im Reiter Leistungssysteme legt der Knopf Beispielsysteme anlegen drei Ausgangspunkte an: Metallständerwand doppelt beplankt mit Dämmung, Vorsatzschale einlagig und abgehängte Decke einlagig. Sie enthalten nur die Geometrie-Regeln, keinen Preis, keine Hersteller und keine Verbräuche — die Mengen entstehen erst, wenn Sie den Komponenten Ihre Materialien mit Ergiebigkeit zuordnen. Der Ständerabstand von 62,5 cm ist ein Beispielwert – vor Verwendung prüfen. Den Achsabstand der Decke tragen Sie selbst ein.

Brand- und Schallschutz

Feuerwiderstand, Schalldämmung und Nachweisreferenz sind Ihre Angaben. NexDeck prüft sie nicht und schlägt keine Werte vor. Im Angebot erscheinen sie nur, wenn Sie sie gepflegt haben — mit dem Zusatz „laut Angabe des Betriebs" und Ihrer Nachweisreferenz.

Kalkulationsblatt

Im Reiter Leistungssysteme klappen Sie ein System auf und geben Menge und Wandhöhe ein. Das Blatt zeigt den Preis zerlegt in Platten, Profile, Dämmung, Kleinteile und Lohn, je mit Verkaufspreis und — wenn Sie Einkaufspreise sehen dürfen — Einkaufspreis, dazu den kalkulierten m²-Preis neben Ihrem Katalogpreis.

  • Gerechnet wird der Materialeinsatz (Bedarf mit Verschnitt), nicht auf ganze Gebinde aufgerundet. Die Bestellmengen stehen darunter getrennt.
  • Lohn kommt aus einer Lohn-Komponente der Stückliste, sonst aus dem Zeitansatz der Leistung. Ohne Stundensatz-Artikel bleibt der Lohn ohne Betrag.

Im Angebot: „System einfügen"

Unter dem Beschreibungsfeld jeder Angebotsposition steht System einfügen. Sie wählen ein System, sehen sein Kalkulationsblatt für die Menge der Position und fügen ein:

  • die Position mit Titel, m²-Preis und einem Langtext mit dem Aufbau,
  • auf Wunsch Material getrennt: die Materialzeilen mit Bestellmengen. Die Systemposition trägt dann den Katalogpreis abzüglich des rechnerischen Materialanteils, damit das Material nicht doppelt im Angebot steht.

Am Aufmaß

  • Systemvorschlag: Übernehmen Sie ein freigegebenes Aufmaß ins Angebot, vergleicht der Dialog die Trockenbau-Angaben des Raums (Bauteil, Seiten, Lagen) mit Ihren Systemen und schlägt ein passendes vor. „Übernehmen" ordnet die Position nur für diese Übernahme zu — das Aufmaß bleibt unverändert. Eine Decken-Leistung in einem Raum, dessen Angaben die Wand beschreiben, gilt nicht als Widerspruch.
  • Materialauszug: An einem freigegebenen Trockenbau-Aufmaß zeigt der Knopf Materialauszug den Bedarf aller Positionen mit Bestellmenge und Lagerbestand. Er schreibt nichts.
Für die vollständige Hilfe mit Ihren eigenen Einstellungen: im Programm anmelden.