Stand: Februar 2026
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen der Kre8ive Evolution UG (nachfolgend „Anbieter“ oder „NexDeck“) und dem Kunden (nachfolgend „Nutzer“).
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen (B2B). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausdrücklich ausgeschlossen.
(3) Gegenstand des Vertrages ist die Bereitstellung der SaaS-Plattform „NexDeck“ zur Verwaltung von betrieblichen Vorgängen, inklusive Funktionen zur Aufmaß-Erstellung (LiDAR), Dokumentation, KI-gestützten Belegerfassung, CRM und Kommunikation.
(1) Der Vertrag kommt durch die Online-Registrierung und die Auswahl eines kostenpflichtigen Abonnements zustande. Die Registrierung kann auch über Drittanbieter-Login (Google, Microsoft, Apple) erfolgen.
(2) Soweit eine kostenlose Testphase gewährt wird, geht diese nach Ablauf nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abo über, sofern der Nutzer dies nicht aktiv bestätigt (Opt-in).
(3) Unternehmereigenschaft: Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, dass er die Software ausschließlich im Rahmen seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt und somit als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handelt. Sollte ein Nutzer entgegen dieser Bestimmung als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB einzustufen sein, so steht ihm das gesetzliche Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Das Widerrufsrecht erlischt bei digitalen Inhalten vorzeitig, wenn der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragserfüllung beginnt, und der Nutzer seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB).
Diese Widerrufsbelehrung gilt ausschließlich für den Fall, dass ein Nutzer entgegen § 1 Abs. 2 als Verbraucher einzustufen ist.
Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Kre8ive Evolution UG, Kastellstr. 34, 46147 Oberhausen, E-Mail: support@nexdeck.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben.
Vorzeitiges Erlöschen: Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn wir mit der Ausführung des Vertrags begonnen haben, nachdem Sie dem ausdrücklich zugestimmt und gleichzeitig bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verlieren (§ 356 Abs. 5 BGB).
(1) NexDeck stellt die Software als „Software-as-a-Service“ am Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums) zur Verfügung.
(2) Verfügbarkeit: Der Anbieter gewährleistet eine Verfügbarkeit der Software von 99,5 % im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind angekündigte Wartungszeiten sowie Ausfälle, die nicht im Einflussbereich von NexDeck liegen (z.B. höhere Gewalt, Ausfall von Cloud-Providern).
(3) Die Verfügbarkeitsgarantie bezieht sich ausschließlich auf die Kern-Infrastruktur von NexDeck (Login, Datenbank, Web-Interface). Ausgenommen sind Ausfälle durch Drittanbieter-APIs (z.B. WhatsApp, LinkedIn, Großhändler-Server).
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln (Updates), solange der wesentliche Funktionsumfang erhalten bleibt.
(1) Rechtsnatur: Die Bereitstellung von NexDeck als SaaS-Lösung stellt ein Dauerschuldverhältnis mit mietvertraglichem Charakter dar. Für Mängel gelten die §§ 535 ff. BGB entsprechend, soweit in diesen AGB nichts Abweichendes geregelt ist.
(2) Mangelbegriff: Ein Mangel liegt vor, wenn die Software in ihrer Funktionalität wesentlich von der vereinbarten Leistungsbeschreibung abweicht und die Nutzbarkeit dadurch nicht nur unerheblich beeinträchtigt ist. Unerhebliche Abweichungen (z.B. geringfügige Darstellungsfehler, vorübergehende Performance-Schwankungen) stellen keinen Mangel dar.
(3) Mängelanzeige: Der Nutzer ist verpflichtet, Mängel unverzüglich nach Entdeckung in Textform (E-Mail an support@nexdeck.de) anzuzeigen und dabei den Mangel so präzise wie möglich zu beschreiben (betroffene Funktion, Schritte zur Reproduktion, Screenshots).
(4) Nacherfüllung: Der Anbieter wird angezeigte Mängel innerhalb angemessener Frist beseitigen. Die Art der Nacherfüllung (Fehlerbeseitigung oder Workaround) steht im Ermessen des Anbieters. Eine Minderung der Vergütung kommt erst in Betracht, wenn der Anbieter die Nacherfüllung endgültig verweigert oder diese zweimal fehlgeschlagen ist.
(5) Ausschluss: Mängelansprüche sind ausgeschlossen, soweit der Mangel auf einer nicht vertragsgemäßen Nutzung, Eingriffen des Nutzers, Fehlfunktionen der Nutzer-Hardware/-Software oder höherer Gewalt beruht.
(1) NexDeck integriert Funktionen basierend auf Künstlicher Intelligenz (u.a. Google Vertex AI, Azure OpenAI) zur Textanalyse, Belegerfassung und Übersetzung.
(2) Fair Use Policy: Das Abonnement beinhaltet die automatisierte KI-Analyse im Rahmen einer üblichen Nutzung. Diese ist auf ein Volumen („Soft Cap“) begrenzt, das dem Doppelten des durchschnittlichen Bedarfs entspricht (z.B. 600 Seiten/Monat). Bei dauerhafter Überschreitung kann ein Upgrade verlangt werden.
(3) Keine Automatik-Entscheidung: KI-Systeme können Fehler machen („Halluzinationen“). KI-generierte Inhalte sind lediglich Vorschläge und unverbindliche Entwürfe. Der Nutzer ist verpflichtet, sämtliche KI-generierten Inhalte vor der Weiterverwendung eigenverantwortlich zu prüfen („Human in the Loop“). Dies gilt insbesondere für:
(4) Keine Rechts- oder Steuerberatung: Soweit NexDeck rechtliche Dokumente automatisiert erstellt (z.B. Verfahrensverzeichnis nach Art. 30 DSGVO), handelt es sich ausschließlich um technische Entwürfe. NexDeck erbringt keine Rechtsberatung im Sinne des RDG und keine Steuerberatung im Sinne des StBerG. Der Nutzer ist verpflichtet, sämtliche automatisiert erstellten Dokumente vor der Verwendung durch fachkundige Personen (Rechtsanwalt, Steuerberater) prüfen zu lassen.
(5) KI-Kennzeichnung: KI-generierte Inhalte werden gemäß den Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung (AI Act, Art. 50) als solche gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung dient auch als Hinweis, dass eine eigenverantwortliche Prüfung durch den Nutzer erforderlich ist.
(1) Verfügbarkeit: NexDeck bietet Schnittstellen zu Drittanbietern (z.B. WhatsApp & LinkedIn via Unipile, Sipgate, IDS Connect). Fällt ein Drittdienst aus, begründet dies keinen Mangel an der Leistung von NexDeck.
(2) Risiko von Account-Sperrungen: Die Nutzung von Automatisierungen (z.B. Nachrichten-Bots) erfolgt auf eigenes Risiko. NexDeck haftet nicht für die Sperrung externer Accounts.
(3) Bring Your Own Device (Telefonie): Für Telefonie-Integrationen (z.B. Sipgate) benötigt der Kunde einen eigenen Vertrag mit dem Provider.
(1) Rechte an der Software: Sämtliche Rechte an der NexDeck-Software, einschließlich Quellcode, Design, Benutzeroberfläche, Dokumentation, Algorithmen und Datenbankschemata, verbleiben beim Anbieter. Der Nutzer erhält ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertrages. Eine Vervielfältigung, Dekompilierung, Reverse Engineering oder sonstige Bearbeitung der Software ist untersagt, soweit nicht gesetzlich zwingend erlaubt (§ 69e UrhG).
(2) Rechte an Nutzer-Inhalten: Alle vom Nutzer eingegebenen, hochgeladenen oder erstellten Inhalte (Texte, Bilder, Dokumente, Rechnungen, Angebote, Projekte) verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Nutzer räumt dem Anbieter lediglich die zur Vertragserfüllung erforderlichen Nutzungsrechte ein (Speicherung, Verarbeitung, Anzeige, Übermittlung an berechtigte Empfänger). Diese Rechteeinräumung endet mit Vertragsbeendigung.
(3) KI-generierte Inhalte: Inhalte, die durch KI-Funktionen von NexDeck generiert werden (Smart Drafts, OCR-Ergebnisse, Zusammenfassungen, Vorschläge), können vom Nutzer frei verwendet werden. Der Anbieter erhebt keine Urheberrechtsansprüche an KI-generierten Ergebnissen. Der Nutzer ist jedoch für die Prüfung und rechtmäßige Verwendung dieser Inhalte allein verantwortlich. Insbesondere garantiert der Anbieter nicht, dass KI-generierte Texte frei von Rechten Dritter sind.
(4) Vorlagen und Templates: Vom Anbieter bereitgestellte Vorlagen (PDF-Layouts, Branchen-Presets, E-Mail-Templates, Textbausteine) dürfen ausschließlich im Rahmen der NexDeck-Nutzung verwendet werden. Eine Extraktion, Weitergabe oder Nutzung außerhalb der Plattform ist untersagt.
(5) Verantwortung für hochgeladene Inhalte: Der Nutzer sichert zu, dass er berechtigt ist, sämtliche in NexDeck eingegebenen oder hochgeladenen Inhalte zu verwenden, und dass diese keine Rechte Dritter verletzen (insbesondere Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte). Dies gilt insbesondere für:
Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Verletzung dieser Zusicherung entstehen (vgl. § 10a).
(6) Kein Data Mining: Der Anbieter wird Nutzer-Inhalte nicht für eigene Zwecke auswerten, analysieren oder kommerziell verwerten. Insbesondere werden keine Nutzer-Inhalte zum Training von KI-Modellen verwendet. Es findet keine mandantenübergreifende Datenanalyse statt.
(7) Markenrecht: „NexDeck“ und das NexDeck-Logo sind Marken des Anbieters. Der Nutzer darf die Marken nur im Rahmen der vertragsgemäßen Nutzung verwenden (z.B. „Erstellt mit NexDeck“ in Rechnungsfußzeilen). Eine darüber hinausgehende Nutzung bedarf der schriftlichen Zustimmung.
(1) Verantwortung des Nutzers: NexDeck stellt ein technisches Werkzeug zur Unterstützung betrieblicher Abläufe bereit. Die alleinige Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit sämtlicher eingegebener Daten, erstellter Dokumente und getroffener Entscheidungen liegt ausschließlich beim Nutzer. Dies umfasst insbesondere:
(2) Keine Steuerberatung: NexDeck erbringt keine geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen im Sinne des § 1 StBerG. Sämtliche Funktionen zur Rechnungserstellung, zum DATEV-Export, zur Kassenbuchführung und zur Belegerfassung sind rein technischer Natur. Die steuerliche Beurteilung, insbesondere die Wahl des korrekten Steuersatzes, die Zuordnung zu Buchungskonten und die Prüfung der steuerlichen Abzugsfähigkeit, obliegt dem Nutzer bzw. dessen Steuerberater. NexDeck übernimmt keinerlei Haftung für steuerliche Folgen, die aus der Nutzung der Software entstehen.
(3) E-Invoicing (Elektronische Rechnungen): NexDeck erstellt Rechnungen in elektronischen Formaten (ZUGFeRD 2.2, XRechnung) nach dem europäischen Standard EN 16931. Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Pflichtangaben (insbesondere Steuernummern, USt-IdNr., Leistungsbeschreibungen, Steuersätze, Leitweg-IDs). NexDeck generiert die technisch konforme XML-/PDF-Struktur ausschließlich auf Basis der vom Nutzer eingegebenen Daten. Fehlerhafte Eingangsdaten führen zwangsläufig zu fehlerhaften E-Rechnungen, wofür NexDeck nicht haftet.
(4) DATEV-Export und Buchhaltungsschnittstellen: Die DATEV-Exportfunktion erstellt Buchungsstapel im EXTF-Format auf Basis der im System erfassten Daten. NexDeck ist kein Ersatz für ein Buchhaltungssystem und kein Ersatz für die Prüfung durch einen Steuerberater. Der Nutzer ist verpflichtet, exportierte Daten vor der Übernahme in seine Buchhaltung auf Richtigkeit zu prüfen.
(5) GoBD-Funktionen: NexDeck stellt technische Funktionen zur Unterstützung der GoBD-Compliance bereit (lückenlose Nummerierung, Unveränderbarkeit finalisierter Dokumente, Audit-Trail, S3 Object Lock). Die Verantwortung für die Einhaltung der GoBD-Grundsätze (Nachvollziehbarkeit, Nachprüfbarkeit, Wahrheit, Klarheit, fortlaufende Aufzeichnung) liegt ausschließlich beim Nutzer. NexDeck garantiert nicht, dass die Nutzung der Software automatisch zur GoBD-Konformität führt.
(6) Kassenbuchführung: Die Kassenbuchfunktion unterstützt den Nutzer bei der Erfassung von Bartransaktionen. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Kassenführung im Sinne der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) und der GoBD liegt allein beim Nutzer. NexDeck ersetzt keine zertifizierte TSE (Technische Sicherheitseinrichtung).
(7) Datensicherung: Der Nutzer ist verpflichtet, regelmäßige Sicherungskopien seiner Daten durch die Export-Funktionen zu erstellen (Datenhoheit). NexDeck empfiehlt eine monatliche Datensicherung.
(1) NexDeck ermöglicht dem Nutzer, Angebote digital an Endkunden zu versenden und diese per digitaler Unterschrift oder Klick bestätigen zu lassen.
(2) Der Nutzer erkennt an, dass diese digitalen Bestätigungen als bindender Vertragsschluss gelten. Die Beweiskraft der Audit-Logs (IP, Zeitstempel, Geodaten) wird als maßgeblich anerkannt.
(1) Einwilligung: Der Nutzer beauftragt NexDeck, automatisiert Metadaten und Inhalte von verknüpften E-Mail-Konten abzurufen.
(2) Archivierung: NexDeck ist kein revisionssicheres E-Mail-Archiv. Die GoBD-konforme Archivierung obliegt dem Nutzer.
(1) Es gelten die im Bestellprozess vereinbarten Lizenzgebühren. Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher MwSt.
(2) Dynamische Zusatzoptionen (Slots): Weitere Premium-Verbindungen werden sofort fällig und anteilig berechnet (pro rata). Kündigung zum Monatsende möglich.
(3) Transaktionsgebühren: Bei integrierten Zahlungsfunktionen (z.B. „Pay Now“ via Stripe) können zusätzliche Gebühren anfallen.
(4) Rechnungen von NexDeck sind sofort zur Zahlung fällig. Die Zahlung erfolgt über das hinterlegte Zahlungsmittel (Kreditkarte, SEPA-Lastschrift).
(1) Monatsabo: Läuft auf unbestimmte Zeit und kann monatlich zum Ende des Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
(2) Jahresabo: Mindestlaufzeit 12 Monate. Verlängert sich automatisch um 12 Monate, wenn nicht mit 1 Monat Frist gekündigt.
(3) Die Kündigung kann per Klick in den Kontoeinstellungen ("Abo verwalten") erfolgen.
(4) Datenherausgabe & Löschung nach Vertragsende:
(5) Aufbewahrung von Vertragsdaten: Stammdaten und Abrechnungsdaten werden gemäß § 147 AO 10 Jahre aufbewahrt.
Der Kunde erhält einmalig zum Ende des 3. Vertragsmonats ein Sonderkündigungsrecht. Voraussetzung ist die aktive Teilnahme am Onboarding-Prozess. Übt der Kunde dieses Recht nicht aus, läuft der Vertrag regulär bis zum Ende der 12-monatigen Laufzeit weiter.
(1) Unbeschränkte Haftung: Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in den Fällen zwingender gesetzlicher Haftung (z.B. Produkthaftungsgesetz, arglistiges Verschweigen eines Mangels).
(2) Beschränkte Haftung bei Kardinalpflichten: Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Haftungsobergrenze (Cap):
Die Gesamthaftung des Anbieters für sämtliche Ansprüche aus und im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist der Höhe nach auf den Betrag begrenzt, den der Nutzer in den 12 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat, maximal jedoch 25.000 EUR. Diese Begrenzung gilt nicht für die Fälle der unbeschränkten Haftung gemäß Absatz 1.
(4) Ausschluss mittelbarer Schäden: Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, entgangene Einsparungen, Schäden aus Betriebsunterbrechung, Verlust von Geschäftsinformationen, entgangene Geschäftschancen und Vermögensschäden Dritter ist ausgeschlossen, soweit kein Fall des Absatzes 1 vorliegt.
(5) Datenverlust: Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Nutzer (vgl. § 5 Abs. 7) entstanden wäre. Hat der Nutzer keine Datensicherung vorgenommen, haftet der Anbieter nicht für die Wiederherstellung nicht gesicherter Daten.
(6) KI-generierte Inhalte: NexDeck haftet nicht für Schäden, die aus der ungeprüften Übernahme KI-generierter Inhalte entstehen. Dies umfasst insbesondere:
Der Nutzer ist gemäß § 4 Abs. 3 verpflichtet, sämtliche KI-generierte Ergebnisse vor der Weiterverwendung eigenverantwortlich zu prüfen.
(7) Steuerliche und buchhalterische Schäden: NexDeck haftet nicht für steuerliche Nachteile, Steuernachzahlungen, Zinsen, Verspätungszuschläge, Bußgelder oder sonstige Schäden, die dem Nutzer oder Dritten durch die Nutzung der Rechnungserstellungs-, DATEV-Export-, Kassenbuch- oder E-Invoicing-Funktionen entstehen. Dies gilt insbesondere für:
NexDeck stellt ausschließlich technische Werkzeuge bereit (vgl. § 5 Abs. 2-6) und erbringt keine Steuerberatung.
(8) Messergebnisse und LiDAR: Aufmaßergebnisse aus LiDAR-Scans sind technische Näherungswerte. Eine Haftung für die Genauigkeit von Messergebnissen und daraus abgeleiteten Kalkulationen ist ausgeschlossen, soweit kein Fall des Absatzes 1 vorliegt.
(9) Drittanbieter und Integrationen: NexDeck haftet nicht für Ausfälle, Fehler, Datenverluste oder sonstige Beeinträchtigungen, die durch Drittanbieter-Dienste verursacht werden (insbesondere Unipile, Stripe, WhatsApp, LinkedIn, Sipgate, Google, Microsoft, AWS). Die Haftung für die Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit von Drittanbieter-APIs ist ausgeschlossen.
(10) Account-Sperrungen durch Dritte: NexDeck haftet nicht für Sperrungen oder Einschränkungen von Nutzer-Accounts bei Drittanbietern (z.B. WhatsApp, LinkedIn, Meta), die durch die Nutzung von Automatisierungsfunktionen verursacht werden (vgl. § 4b Abs. 2).
(11) Softwarefehler: Software ist ihrem Wesen nach nie vollkommen fehlerfrei. Der Anbieter schuldet keine Fehlerfreiheit der Software. Geringfügige Abweichungen von der Leistungsbeschreibung, die die Nutzbarkeit nicht oder nur unerheblich beeinträchtigen, begründen keine Mängelansprüche.
(12) Höhere Gewalt: Der Anbieter haftet nicht für die Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung seiner Pflichten, soweit dies auf Umstände zurückzuführen ist, die außerhalb seiner zumutbaren Kontrolle liegen (höhere Gewalt). Dies umfasst insbesondere Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, Terrorismus, Streiks, behördliche Anordnungen, Ausfall von Telekommunikationsnetzen, Cyberangriffe, Ausfall von Cloud-Providern sowie Änderungen der Rechtslage.
(1) Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die gegen den Anbieter aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung der Software durch den Nutzer oder mit dessen Billigung oder aufgrund von Streitigkeiten über die vom Nutzer eingegebenen Inhalte oder erstellten Dokumente geltend gemacht werden. Dies umfasst auch angemessene Rechtsverteidigungskosten.
(2) Die Freistellungspflicht gilt insbesondere für:
(3) Der Nutzer wird den Anbieter über geltend gemachte Ansprüche unverzüglich informieren und ihm alle zur Verteidigung erforderlichen Informationen bereitstellen.
(1) Ansprüche aus diesem Vertragsverhältnis verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn, soweit es sich nicht um Ansprüche aus vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzungen, Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit oder Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz handelt.
(2) Die Verkürzung der Verjährungsfrist gilt auch für Ansprüche aus vorvertraglichen Pflichtverletzungen und unerlaubter Handlung, soweit gesetzlich zulässig.
(1) Die Parteien schließen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der AVV ist einsehbar unter: nexdeck.app/avv.
(2) Zur Sicherstellung der Systemstabilität setzt der Anbieter spezialisierte Dienstleister ein (z.B. Sentry, Stripe, Google Cloud, Microsoft Azure). Details regelt die Datenschutzerklärung.
(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer vor Abgabe seiner Vertragserklärung die Vertragsbedingungen (diese AGB, Datenschutzerklärung, AVV) zum Abruf bereit und ermöglicht deren Speicherung in wiedergabefähiger Form.
(2) Der Bestellvorgang umfasst folgende Schritte: (a) Auswahl des gewünschten Abonnements, (b) Eingabe der Unternehmensdaten, (c) Anzeige einer Bestellübersicht mit allen wesentlichen Vertragsbestandteilen (Leistungsumfang, Preis, Laufzeit), (d) Möglichkeit zur Korrektur der Eingaben vor Absendung, (e) Bestätigung durch den Nutzer.
(3) Der Zugang der Bestellung wird dem Nutzer unverzüglich auf elektronischem Wege bestätigt (Bestellbestätigung per E-Mail).
(4) Soweit beide Vertragsparteien Unternehmer sind, können die Parteien gemäß § 312i Abs. 2 BGB von den Regelungen in Abs. 1–3 abweichen.
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Nutzer zumutbar ist. Eine Änderung ist insbesondere zumutbar, wenn sie ohne Einfluss auf die Kernleistungen des Vertrages ist oder zur Anpassung an veränderte rechtliche Rahmenbedingungen (z.B. Änderungen der Rechtsprechung, Gesetzesänderungen) oder technische Entwicklungen erforderlich wird.
(2) Der Anbieter wird den Nutzer über die beabsichtigte Änderung mindestens sechs (6) Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform (E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse) informieren und die Änderungen im Wortlaut mitteilen. Die Änderungen werden hervorgehoben dargestellt.
(3) Widerspruchsrecht: Der Nutzer kann der Änderung innerhalb von vier (4) Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform widersprechen. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als genehmigt. Der Anbieter wird in der Änderungsmitteilung gesondert auf die Widerspruchsfrist und die Rechtsfolgen des Schweigens hinweisen.
(4) Im Falle eines fristgerechten Widerspruchs steht beiden Parteien ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens der Änderung zu. Bis zur Wirksamkeit der Kündigung gelten die bisherigen AGB fort.
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist der Sitz des Anbieters (Oberhausen), sofern der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung. Gleiches gilt für etwaige Regelungslücken.
(4) Schriftform: Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Schriftformerfordernisses. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
(5) Abtretung: Der Nutzer darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen.