Stripe-Abo einziehen — automatischer Einzug für Verträge
Einen Vertrag mit Kartenabbuchung statt Rechnung anlegen, den Zahlungslink an den Kunden schicken und wissen, was bei Kündigung oder Zahlungsausfall passiert.
Stripe-Abo einziehen
Ein Wartungsvertrag, eine Betreuung, ein Reinigungsvertrag — jeder wiederkehrende Vertrag lässt sich auf zwei Arten abrechnen: per Rechnung, die Ihr Kunde selbst überweist, oder automatisch über Stripe, wo die hinterlegte Karte oder SEPA-Lastschrift von selbst belastet wird. Dieser Artikel zeigt den automatischen Weg.
Voraussetzung: Stripe Connect verbunden
Die Option „Automatischer Einzug über Stripe" erscheint am Kunden nur, wenn Ihr Stripe-Konto verbunden und abrechnungsbereit ist (siehe Stripe Connect einrichten). Fehlt das, steht in der Vertragsanlage nur „Rechnung an Kunden" zur Wahl, mit dem Hinweis, dass der automatische Einzug verfügbar wird, sobald Stripe unter Einstellungen → Zahlungen verbunden ist.
Vertrag mit Stripe-Einzug anlegen
Auf der Kundenseite, im Abschnitt der laufenden Verträge, legen Sie über „+ [Vertrag] direkt anlegen" einen neuen Vertrag an:
- Bezeichnung und optional Leistungsbereich (für die Übersicht und eine Dublettenwarnung, falls für diesen Kunden in diesem Bereich schon ein aktiver Vertrag läuft).
- Betrag und Intervall (monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich).
- Bei Abrechnung wählen Sie „Automatischer Einzug über Stripe (hinterlegte Zahlungsmethode)".
- Optional eine einmalige Position im selben Zahlungslink — zum Beispiel eine Einrichtungspauschale oder eine Website neben der laufenden Betreuung (Mischangebot). Sie wird einmalig auf der ersten Abo-Rechnung berechnet.
- Optional „Erste Rate ab" — ein späteres Datum, falls die erste Abbuchung erst nach Projektabschluss oder zum vereinbarten Servicebeginn erfolgen soll. Das läuft technisch über eine Stripe-Probezeit, die Belastung startet erst an diesem Tag.
- Klick auf „Zahlungslink erstellen".
Was danach passiert
NexDeck legt bei „Automatischer Einzug" keinen Vertrag direkt an — dafür fehlt an dieser Stelle noch eine hinterlegte Zahlungsmethode des Kunden. Stattdessen erzeugt NexDeck einen gehosteten Stripe-Zahlungslink, den Sie kopieren oder direkt öffnen und an den Kunden schicken.
Der Kunde öffnet den Link, hinterlegt dort selbst Karte oder SEPA-Lastschrift und bestätigt die erste Zahlung. Erst in diesem Moment entsteht der Vertrag in NexDeck — ausgelöst durch die Rückmeldung von Stripe, nicht durch Ihren Klick auf „Zahlungslink erstellen". Bis der Kunde den Zahlungslink abgeschlossen hat, sehen Sie in der Vertragsliste also noch nichts.
Wie die Rechnung entsteht
Bei „Automatischer Einzug" bucht nicht der wiederkehrende Rechnungslauf von NexDeck, sondern Stripe selbst zieht die Rate ein. Sobald die Zahlung bei Stripe erfolgreich war, erzeugt NexDeck daraus die GoBD-Rechnung — Sie müssen dafür nichts anstoßen.
Pausieren, kündigen, Zahlungsausfall
An jedem aktiven oder pausierten Vertrag mit Stripe-Einzug stehen Ihnen dieselben Aktionen zur Verfügung wie bei einem Vertrag per Rechnung:
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Pausieren | Der Vertrag läuft weiter, es wird aber vorerst nicht mehr abgerechnet. |
| Fortsetzen | Nimmt einen pausierten Vertrag wieder auf. |
| Zum Periodenende kündigen | Der Vertrag endet zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode. |
| Sofort kündigen | Der Vertrag endet sofort, nicht erst zum Periodenende. |
Schlägt eine Abbuchung bei Stripe fehl (abgelaufene Karte, keine Deckung), meldet Stripe das per Webhook an NexDeck. Sie bekommen einen Hinweis im Betrieb, und der Vertrag wechselt je nach Stripe-Status auf „pausiert" — ein endgültig gekündigtes oder abgelaufenes Stripe-Abo setzt den Vertrag auf „gekündigt". Was Stripe bei wiederholtem Zahlungsausfall konkret unternimmt (erneute Versuche, Fristen), regeln Sie in Ihrem Stripe-Konto.
🔴 Trennt sich Ihr Stripe-Konto von NexDeck (zum Beispiel weil Sie die Verbindung im Stripe-Dashboard widerrufen haben), laufen bei Stripe bereits aktive Verträge unter Umständen weiter — Sie können sie dann aber nicht mehr über NexDeck pausieren oder kündigen. NexDeck warnt in diesem Fall; die Verträge beenden Sie dann direkt im Stripe-Dashboard oder verbinden das Konto erneut.
Alle Verträge im Überblick
Eine listenartige Übersicht aller laufenden Verträge — unabhängig davon, ob per Rechnung oder per Stripe-Einzug abgerechnet wird — sowie eingegangene Kündigungserklärungen Ihrer Kunden finden Sie unter Abonnements und wiederkehrende Rechnungen.
Wer das anlegen darf
Verträge direkt anlegen, pausieren, fortsetzen und kündigen dürfen standardmäßig Inhaber und Administratoren. Weiteren Mitarbeitern können Sie das Recht „Retainer und Stripe-Zahlungspläne verwalten und Dauervertrag aus Aufmaß anlegen" einzeln geben.